Exkursion Schöpfungsverantwortung 2018

Das war unsere Exkursion!

Zu besonders nachhaltigen Stationen in der Wachau führte unsere kurze Reise. 40 in der pfarrlichen oder diözesanen Umweltarbeit engagierte Frauen und Männer nahmen teil.

 

Nachhaltige Wachau


30 Kilometer vor dem Quartier ein Reifenplatzer! Ein großer Schreck für die TeilnehmerInnen der Exkursion „Schöpfungsverantwortung“, der aber durch die Gelassenheit unseres Chauffeurs gut abgefangen wurde. Zum Glück passierte unsere Zwangspause in der Nähe eines Lokales und alle waren gut versorgt, während der Reifen mit vereinten Kräften gewechselt wurde. So konnten wir am nächsten Tag wie geplant unser Programm in St. Pölten beginnen.


1.) Das EMAS-zertifizierte „Haus der pastoralen Dienste“ in St. Pölten


Das ehemalige Wohnhaus des Barockbaumeisters  Jakob Prandtauer (u.a. Planer von Stift Melk) beherbergt heute das „Haus der pastoralen Dienste“ der Diözese St. Pölten mit insgesamt 100 Mitarbeitenden. Direktor Hans Wimmer begrüßte uns und erläuterte sein Verständnis von Achtsamkeit: Leben im Bewusstsein, dass „Gott immer schon da ist, wo wir hinkommen“ und wir „Gast auf Erden“ sind.
Axel Isenbart, Umweltbeauftragter der Diözese, KA-Generalsekretär und Bereichsleiter für „Gesellschaftliche Verantwortung“ stellte das Umweltmanagement des Hauses vor. Ganz frisch ist die EMAS-Zertifizierung, die das „Haus der pastoralen Dienste“ wenige Tage zuvor aus den Händen von Umweltministerin Köstinger entgegennehmen durfte!
Im Wesentlichen besteht der Ablauf eines EMAS-Prozesses aus der Bildung eines Umwelt-Teams, dem Sammeln von Daten (Papier, Energie, Wasser, Mobilität und Ernährung wurden genauer erfasst) und einer Portfolio-Analyse, erläuterte Axel Isenbart. Welche Aktivität hat einen hohen Umweltnutzen bei vergleichbar geringer finanzieller und zeitlicher Belastung?
Alle Mitarbeitenden wurden informiert, einzelne Maßnahmen umgesetzt und durch interne und externen Audits überprüft. Christine Plank, Michaela Spritzendorfer-Ehrenhauser und Haustechniker Erich Graf aus dem Umwelt-Team gaben uns einen informativen Einblick in ihre jeweiligen Bereiche und deren Aktivitäten.
Das Umwelt-Programm insgesamt umfasst Recyclingpapier, Verpflegung bei Sitzungen, ökologische Reinigung bis hin zu Dienstreisen und einer geplanten Photovoltaik-Anlage. Die genauen Ziele sind in den Umweltleitlinien festgelegt.
Danke an Axel und sein Team für die anregende Darstellung des Umwelt-Managements in einem Bürogebäude und die nette Gastfreundschaft! So manche steirische TeilnehmerInnen begannen sofort mit der gedanklichen Umsetzung für die eigene Pfarre;-) …

 

2.) Druckerei Gugler, Melk


Die führende Öko-Druckerei Gugler in Melk war der nächste Höhepunkt unserer Fahrt. Im Grünen gelegen, punktet das Haus mit einem großen Grundstück, das u.a. als Gemüsegarten und Schafweide genützt wird. Das Gebäude ist energietechnisch und bei den Baumaterialien natürlich ebenso umweltfreundlich wie die Produkte von Gugler selbst.
Wir erhielten, sehr freundlich in Empfang genommen, einen kurzen Vortrag von Frau Roswitha Sandwieser, anschließend wurden wir von Reinhard Gugler durch die Druckerei geführt. Zu recht stolz ist Gugler auf die Linie „C2C“ – Cradle to Cradle. Von der „Wiege bis zur Wiege“ bedeutet in diesem Fall eine problemlose Rückführung der Druckprodukte in den Stoffkreislauf – weil sie tatsächlich schadstofffrei produziert wurden! Dahinter steht natürlich eine intensive Entwicklungsarbeit mit entsprechendem Aufwand.
Natürlich kommt bei Gugler auch die soziale Nachhaltigkeit nicht zu kurz, das konnten wir beim Blick in den Yogaraum,  den Speisesaal, und dem generellen Bemühen um Arbeitsqualität beobachten. Die Mitarbeitenden bekommen viermal wöchentlich ein vegetarisches Bio-Mittagessen angeboten – diesmal kamen auch wir in den Genuss, danke!
2019 wird das 30-jährige Firmenjubiläum des Familienunternehmens Gugler gefeiert. Wir gratulieren und danken für die vielen Bemühungen zur Bewahrung der Schöpfung in diesem speziellen technischen Bereich! www.gugler.at

Schifffahrt auf der Donau von Melk nach Krems, anschließend Stadtbesichtigung und Abendessen in der „Alten Post“.

3.) Firma Sonnentor, Sprögnitz


Unser Chauffeur Andreas kurvte so souverän durch die Lande, dass wir sogar mit Verfrühung in Sprögnitz ankamen und das Gelände von Sonnentor – inklusive Permakulturgarten, Kindergarten, Übernachtungs-Waggons und Gasthaus „Leibspeis“  – besichtigten konnten.
Anschließend wurden wir von Elisabeth unter die Fittiche genommen und nach kurzer Filmvorführung plus Verkostung durch die beeindruckenden sieben Hallen (unter anderem der „Halle Luja“) von Sonnentor geführt. Viel Handarbeit, viel direkter Kontakt zu Bauern und Bäuerinnen und strenge Kontrollen fügen sich zu tollen Kräutern, Tees und Gewürzen zusammen. Stark spürbar ist die familiäre Philosophie von Gründer Johannes Gutmann – anfangen vom Betriebskindergarten und dem gratis Bio-Essen für alle Mitarbeitenden bis zum grundsätzlich freundschaftlichen Umgang miteinander. Unverwechselbar wird Sonnentor sicher auch durch die speziellen Zeichnungen und die kreative Namensfindung für alle Produkte.
Das Bemühen um ein ganzheitliches umweltfreundliches Konzept zeigte sich auch bei der Verpackung, wie wir auf Nachfrage erfreut feststellten: die dreieckigen Teebeutel sind aus Maisstärke, kompostierbar und mittlerweile ohne Metallklammer, die Verpackungen für die Gewürze aus Zellulose statt Plastik! www.sonnentor.com
Im Gasthaus Leibspeis gönnten wir uns dann ein exzellentes Bio-Essen als Stärkung auf dem Weg zu unserer letzten Station dieser Exkursion, der


4.) Basilika am Sonntagberg


Beeindruckend war schon die Fahrt durch das Ypsertal zum Sonntagberg, und beeindruckend war natürlich schon allein die Lage und der Blick der Basilika zur Hl. Dreifaltigkeit! Pater Bruno OSB führte uns mit profundem Wissen und großer Freundlichkeit durch das frisch renovierte Gotteshaus, in dem sich u.a. zwei Gemälde des berühmten Kremser Schmidt befinden. Der strahlende Sonnenschein und der grandiose Blick in das Land motivierten uns, unsere „Schöpfungs-Andacht“ im Freien zu halten. Das „Lobe den Herrn meine Seele“ erklang dann auch in gleicher Weise freudig wie innig… Voll mit schönen Eindrücken und spannenden Innovationen kehrten wir wohlbehalten nach Graz zurück.

 

Danke an Michaela Ziegler, Anna Kirchengast und Michaela Straka für die schönen Fotos!

 

 

 



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