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Dr. Krainers Wirken in der steirischen Kirche hat in Glaube, Liebe und Hoffnung tiefe Spuren hinterlassen. - Foto: Gerd Neuhold, Sonntagsblatt

Nachruf

Die Katholische Aktion trauert um Dr. Josef Krainer

Dr. Josef Krainer, ehemaliger Landeshauptmann der Steiermark, ist 86-jährig verstorben. Mit ihm verliert die steirische Kirche eine große Persönlichkeit.

Dr. Krainer war in seiner Studienzeit kurz nach dem Krieg in der Katholischen Hochschulgemeinde engagiert, etwa als Primus der Katholischen Hochschuljugend.

Von 1957 bis 1962 war er Generalsekretär der Katholischen Aktion Steiermark.

„Als junger Generalsekretär hat Josef Krainer schon im Vorfeld es II. Vatikanischen Konzils die Laienbewegung gefördert und viele Impulse gesetzt. Das gesellschaftliche Engagement von Christinnen und Christen war ihm von Anfang an ein großes Anliegen“, würdigt Erich Hohl, Generalsekretär der KA, den Verstorbenen.

Der homo politicus Josef Krainer war immer darum bemüht, Engagement in Staat und Gesellschaft aus dem persönlichen Glauben heraus zu leben. Ihm ging es nicht um eine Klerikalisierung der Politik, sondern – ganz im Sinne des „Mariazeller Manifests“ – um eine klare Unterscheidung von Staat und Kirche. Zusammen mit Bischof Schoiswohl hat er daran gearbeitet, dass das Verhältnis zwischen Kirche und Politik in der Steiermark ein positives wurde. So hat er maßgeblich zu einem guten Gesprächsklima zwischen Kirche und Sozialdemokratie beigetragen.  

Im Wissen um die Bedeutung von Bildung hat sich Dr. Krainer für Bildungs- und Schulungskurse der Diözese Graz-Seckau engagiert. Dabei hat er auch immer versucht, im Blick zu behalten, welche Auswirkungen lokales Handeln auch global haben kann: Aufbau und Unterstützung der Afro-Asiatischen Institute in Graz und Wien waren ihm ein großes Anliegen.

Dr. Krainers Wirken in der steirischen Kirche hat in Glaube, Liebe und Hoffnung tiefe Spuren hinterlassen. Sie bleiben der Katholischen Aktion Steiermark Auftrag und Ermutigung.